Selbstwert

Immer – ein Gedicht für den September (einer ist immer früher)

23. August 2011

Immer einer behänder als Du.  Du kriechst, er geht. Du gehst, er läuft. Du läufst, er fliegt: Einer immer noch behänder.

Einer immer begabter als Du. Du liest, er lernt. Du lernst, er forscht. Du forschst, er findet: Einer immer noch begabter.

Immer einer berühmter als Du. Du stehst in der Zeitung, er im Lexikon. Du stehst im Lexikon, er in den Annalen. Du stehst in den Annalen, er steht auf dem Sockel: Einer immer berühmter.

Einer immer betuchter als Du. Du wirst besprochen, er wird gelesen. Du wirst gelesen, er wird verschlungen. Du wirst geschätzt, er wird gekauft: Einer immer betuchter.

Einer immer beliebter als Du. Du wirst gelobt, er wird geliebt. Du wirst geehrt, er wird verehrt. Dir liegt man zu Füßen, ihn trägt man auf Händen: Einer immer beliebter.

Einer immer besser als Du. Du kränkelst, er liegt danieder. Du stirbst, er verscheidet. Du bist gerichtet. Er ist gerettet: Einer immer noch besser. Immer, immer, immer…

von Robert Gernhardt – gewidmet meiner Tochter Vanessa-Isabel. Viel Erfolg in der 13. Klasse – bleib dir treu!

Im August geht’s weiter mit den Netzwerknachmittagen

25. Juni 2011

Ein ganz wichtiges Thema (nicht nur für Frauen) ist die Frage des Honorars, der Wertigkeit der eigenen Leistung. Aufgrund vieler Anfragen, haben wir uns für unseren 5. Netzwerknachmittag die Referentin Andrea Nispel eingeladen, die uns die Frage stellt:

Was ist meine Leistung wert? Oder: Bekomme ich, was ich verdiene?“

Mögen Sie diese Frage mit anderen interessanten Fragen diskutieren und ins Gespräch kommen, dann sehen wir uns doch sicherlich am 13. August 2011 um 15.29 Uhr in Frankfurt.

Bitte melden Sie sich schriftlich an, die Plätze sind begrenzt, Frauen, die sich gerne früh entscheiden, werden mit einem Early-Bird-Preis von € 25,00 als Teilnahmegebühr belohnt.

Einzelheiten hier Vortrag mit Andrea Nispel

Der Adler im Hühnerhof – im Juni

14. Juni 2011

passend zum Beitrag „meine Rolle und ich“  gibt es im Juni für Sie folgende Methaper:

Ein Mann fand ein Adlerei und legte es in das Nest einer gewöhnlichen Henne. Der kleine Adler schlüpfte mit den Küken aus und wuchs zusammen mit ihnen auf. Sein ganzes Leben lang benahm sich der Adler wie ein Küken, weil er dachte, er sei ein Küken aus dem Hinterhof. Er kratzte in der Erde nach Würmern und Insekten. Er gluckte und gackerte. Und ab und zu hob er seine Flügel und flog ein Stück genau wie die Küken. Er lebte ein zufriedenes Leben. Doch eines Tages sah er einen herrlichen Vogel hoch über sich im wolkenlosen Himmel. Anmütig und hoheitsvoll schwebte dieser durch die heftigen Windströmungen, fast ohne mit seinen kräftigen goldenen Flügels zu schlagen. Der junge Adler blickte erfürchtig empor. „Was ist das?“ fragte er seinen Nachbarn. „Das ist der Adler, der König der Vögel“, sagte der Nachbar. „Aber rege dich nicht auf. Du und ich, wir sind von einer anderen Art.“

Der junge Adler aber wandte erneut den Blick nach oben. Eine seltsame Erregung befiel ihn. Zuerst ganz zaghaft, dann immer aufgeregter und stärker begann er mit seinen Flügeln zu schlagen, und dann passierte es: mit einem Schrei erhob er sich in die Luft und entschwebte davon. Er ward auf dem Hühnerhof nie mehr gesehen.

Meine Rolle und ich

14. Juni 2011

Meine Tochter, die im kommenden Jahr ihr Abitur macht stellt sich heute die Fragen: Was soll ich beruflich machen? Was liegt mir, wo sind meine Talente? Gibt es eine Berufung? Wer bin ich überhaupt? Es wird einfacher, wenn die Schulzeit vorbei ist. Aber es geschieht nicht automatisch. Sie muss etwas dafür tun. Der Klassenkasper, das stille Mäuschen, der Streber, die Zicke, der Angeber – wenn man lange zusammen ist, zum Beispiel in einer Klasse, dann ist es schwer, aus seiner Rolle herauszukommen, wenn man sich in ihr unwohl fühlt. Wir sind alle viel abhängig davon, was andere von uns denken, als gut für uns ist. In der 10. Klasse wechselte meine Tochter von einer Mädchenschule in eine gemischte Schule. Sie konnte noch einmal neu anfangen, in einer Umgebung, in der sie keiner kannte – sie konnte sich neu ausprobieren. Eine reizvolle Chance.

Die Wahrheit ist auch: Viele von uns werden ihre Rolle nicht los. Wir haben uns dabei, und wenn wir wollen, dass etwas anders wird, müssen wir es anders machen. Wir rutschen nur zum Teil zufällig oder wegen der anderen in unsere Rollen. Zu einem großen Teil sind wir wegen uns selbst in den jeweiligen Rollen. Das gilt für junge Menschen genauso wie für uns. Wir reden nicht darüber, weil es schmerzhaft sein kann. Die Angst vor Demütigungen ist die Triebkraft für uns geworden. In der Schule, wie auch im Beruf und überhaupt im Leben. Den ganzen Beitrag lesen »

Gedanken danken und mehr nicht

18. Mai 2011

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Coaches und Therapeuten beschäftigen sich mit Verhaltensänderung, doch bevor ich mein Verhalten ändern kann, muss ich meine Gedanken verändern. Damit kann ich selbst gleich anfangen. Affirmationen sollen helfen. Sie sind auch sinnvoll und  gut, aber was nützt mir der Spruch „Ich bin schön“, wenn ich nicht daran glaube…

Deshalb habe ich Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, die mir gut helfen.

Raus aus dem Gedankenkarussel (auch nützlich bei kreativen Denkblockaden): Den ganzen Beitrag lesen »

Wo wollen Sie hin?

7. Mai 2011

Den letzten Teil auf Ihrem Weg zu einer (beruflichen) Veränderung nennen wir „die Zeitreise“ – Wo wollen Sie hin?

Nachdem Sie nun Ihre Trüffel gefunden und sich aus Ihrer Zwangsjacke befreit haben, dürfen Sie mit dem Träumen beginnen.
Was wollen Sie als Kind werden? Sängerin, Prinzessin, Pilotin? Ich wollte erst Lehrerin, dann Richterin und kurz vor dem Abitur Journalistin werden. Auch wenn ich aus keinem dieser Träume meinen Beruf gemacht habe, steckt doch vieles davon in mir: Fähigkeiten, Interessen, Motivationen, Charaktereigenschaften usw. die mich heute noch begleiten, stärken und in eine Richtung lenken. Gut, wenn Sie sich das bewusst machen und nutzen. Den ganzen Beitrag lesen »

Werden Sie zum Trüffelschwein

21. Februar 2011

Denken Sie über einen beruflichen Wechsel nach? Wollen Sie etwas anderes machen, wissen aber nicht was! Oft kommen meine Klientinnen mit diesen Gedanken. Oder noch drastischer: Sie haben gerade einen neuen Job angetreten und merken, dass sie die gleichen Probleme wie zuvor haben – nach der ersten Hochphase stellen sie fest, es hat sich eigentlich nichts geändert.

Der Grund ist meistens: Wir wissen zu wenig über unsere Stärken, Schwächen, Wünsche und Möglichkeiten. In diesem Fall wende ich gerne die Übung „Trüffelschwein“ an. Probieren Sie es doch gleich aus. Den ganzen Beitrag lesen »

Ich selbst im Februar

2. Februar 2011

Innere Freiheit gewinnen

Ein Mönch sagte zu einem Weisen „Ich bin innerlich so frei und losgelöst, dass ich nie an mich selbst denke, nur an andere.“ Der Weise antwortete „Ich bin so objektiv, dass ich mich betrachten kann, als wäre ich eine andere Person. Daher kann ich es mir auch leisten, an mich selbst zu denken.“

Denken Sie an sich.

Einen schönen Februar wünscht Ihnen

Andrea Mohr

Die Perfektion gehört den Göttern

2. Februar 2011

Ich habe heute einen Fehler gemacht.  Es ärgert mich, ich fühle mich klein. Aber ich habe es nicht besser gewusst. Hätte ich es sonst getan? Nein, denn ich will das Gefühl ja so gar nicht, sondern ich will mich gut fühlen.

Im Coaching heißt das:

Von der Problemorientierung zur Lösungsorientierung

Es ist ganz wichtig, sich zu sagen: „Kein Mensch macht Fehler“. Menschen entscheiden und handeln und im nachhinein kann sich herausstellen, dass das ein Fehler war. „Ich habe einen Fehler gemacht.“ Die Fehler-Haftigkeit gehört zum Menschsein dazu. Wie hoch ist Ihre Fehlertoleranz, als Kollegin, als Partnerin, als Mutter, als Freundin und sich selbst gegenüber? Den ganzen Beitrag lesen »

Das Wichtigste im November

2. November 2010

„Es ist das Wichtigste, was wir im Leben lernen können: Das eigene Wesen zu finden und ihm treu zu bleiben. Allein darauf kommt es an, dass wir begreifen, wer wir sind und den Mut gewinnen, uns selber zu leben. Denn es gibt Melodien, es gibt Worte, es gibt Bilder, die nur in uns, in unserer Seele schlummern, und es bildet die zentrale Aufgabe unseres Lebens, sie auszudrücken. Einzig zu diesem Zweck sind wir gemacht: Und keine Aufgabe ist wichtiger, als heraus zu finden, welch ein Reichtum in uns liegt. Erst dann wird unser Herz ganz, erst dann wird unsere Seele weit, erst dann wird unser Denken stark.“

Diese berührenden Worte widme ich allen, die in diesen Tagen ihre langjährige Partnerschaft verloren haben.

Das Bild von Christine Pollmeier „Kathedrale der Seele“ passt so wundervoll dazu. Mehr über Christine

Kathedrale der Seele_2

Kathedrale der Seele_2

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