Mein Familienmotto

16. Oktober 2010

Kennen Sie Ihr Familienmotto und wissen Sie, welchen Einfluß es auf Ihr Leben haben kann? Nicht nur beruflich, sondern auch in der Partnerschaft, in der Beziehung zu sich selbst, kann es prägend sein. Lassen Sie sich auf die folgende Übung ein und schreiben Sie mir Ihr Familienmotto, vielleicht auch im blog gerne anonym.

„Begib‘ dich in einen ruhigen Raum und sorge für eine ungestörte Atmosphäre. Geh‘  zurück in deine Ursprungsfamilie. Dorthin wo du aufgewachsen bist. Vielleicht hat deine Familie an verschiedenen Orten gewohnt. Gehe dorthin, wo ihr euch als Familie wohl gefühlt habt. Gab es einen Raum in der Wohnung, im Haus, das gewissermaßen das Zentrum eurer Familie, eures Familienlebens war? War es die Küche, das Wohnzimmer? War es am Küchentisch? Die Eckbank? War es das Sofa im Wohnzimmer? Lass dich dort nieder und lass die Gefühle, die Atmosphäre wieder in dir aufkommen. Überlege dir, welche Inschrift dorthin gepasst hätte: gewissermaßen das Familienmotto. Wie hat das wohl gelautet?

Wenn dir etwas passend erscheint, suche dir ein Bild dazu aus, das dem Motto deiner Herkunftsfamilie entspricht. Klebe das Bild (vielleicht eine Postkarte) auf den Bogen und schreibe das Familienmotto dazu.

Hast du das Motto als positiv, stärkend, störend, hemmend oder anregend empfunden? Spielt das Familienmotto deiner Herkunftsfamilie eine Rolle in deiner Familie/ deiner Partnerschaft jetzt? Hat das Familienmotto eine Rolle bei deiner Berufswahl gespielt? Überlege, wie weit du diese Maxime für dich übernommen hast. Hast du ein eigenes Motto, das du über dein Denken und Handeln stellen möchtest? Halte auch das in einem Bild fest.

Mein Familiemotto lautet: „Du musst das in Ehren halten, was deine Vorfahren mit harter Arbeit erwirtschaftet haben.“ Das Motto hat mich lange Zeit unbewusst behindert, weil ich nicht an meine persönliche Entwicklung gedacht habe, sondern in die Fußstapfen meiner Vorfahren getreten bin. Bis ich gemerkt habe, dass ich mein eigenes Leben führe, meine eigenen Fußstapfen hinterlasse. Diese Loslösung war wichtig. Heute kann ich sagen, dass ich die Werte meiner Vorfahren stets ehre, aber meine eigenen entwickelt habe, einige sind sogar daraus entstanden. Und diese Wahlfreiheit gebe ich meiner Familie mit, zu prüfen was passt und was nicht.

2 Reaktionen zu “Mein Familienmotto”

  1. Doriam 8. November 2010 um 14:22 Uhr

    Liebe Andrea,

    das ist ein sehr schöner Beitrag. Unter diesem Aspekt habe ich mein Leben bisher nicht betrachtet.
    Vielleicht kommt dies Blog und somit dieser Beitrag gerade zur rechten Zeit?

    Viele liebe Sonnengrüße aus Neuss
    von Dori

  2. mohram 8. November 2010 um 21:00 Uhr

    Liebe Dori,
    schön, wenn sich neue Betrachtungsweisen wie Fenster öffnen. Eine Coach-Kollegin hat ein schönes Motto „Die Energie geht immer dorthin, wo die Aufmerksamkeit ist.“ In diesem Sinne wünsche ich dir positive Energie
    Andrea

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