Gedanken danken und mehr nicht

18. Mai 2011

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Coaches und Therapeuten beschäftigen sich mit Verhaltensänderung, doch bevor ich mein Verhalten ändern kann, muss ich meine Gedanken verändern. Damit kann ich selbst gleich anfangen. Affirmationen sollen helfen. Sie sind auch sinnvoll und  gut, aber was nützt mir der Spruch „Ich bin schön“, wenn ich nicht daran glaube…

Deshalb habe ich Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, die mir gut helfen.

Raus aus dem Gedankenkarussel (auch nützlich bei kreativen Denkblockaden):

Ich setzte mich an einen schönen Ort (bei mir vorzugsweise ans Meer), schließe meine Augen und beobachte meine Gedanken. Ich nehme den Gedanken wahr, packe ihn auf ein vorbeifahrendes Schiff und schaue ihm nach, wie er weiterzieht.

Gut bei Entscheidungsschwäche:

Wenn mich Gedanken davon abhalten, etwas zu tun, z.B. auf einen Netzwerkabend zu gehen, weil ich keinen Menschen dort kenne und mir das ein mulmiges Gefühl bereitet, achten Sie genau auf Ihre Wortwahl: „Ich möchte zum Treffen gehen, aber ich kenne dort niemanden, das macht mir ein mulmiges Gefühl“ ersetzen Sie „aber“ durch „und“ => Ich möchte zum Treffen gehen und es macht mir ein mulmiges Gefühl. Hört sich das nicht schon entspannter an. Sie merken, dass Sie Ihren Gedanken nicht folgen müssen, sondern Sie können zum Treffen gehen und ein mulmiges Gefühl haben.

Gedanken benennen, ihnen damit den Schrecken nehmen und leichter selbstbewusst werden:

Es ist leichter, Gedanken nicht mehr als Wahrheit zu verstehen, wenn man sie bewusst als Gedanken benennt. Sie können sich angewöhnen zu sagen:  „Ich habe den Gedanken, dass ich perfektionistisch bin“, statt „Ich bin perfektionistisch“.

Und noch eine Möglichkeit für „Fortgeschrittene“

Bitten Sie eine Freundin oder einen Freund, dass er Ihr Papagei ist. Dazu nennen Sie ihm/ihr typische Botschaften, wie z.B. „Ich schaffe das nicht.“ Er flüstert Ihnen nun bei einem Spaziergang ständig diese Botschaften ins Ohr. Es wird nicht lange dauern und Sie ärgern sich über diesen nervigen Begleiter. Vielleicht spüren Sie nun, was Sie sich damit ständig antun.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bin in Gedanken bei Ihnen…

Ihre Andrea Mohr

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