Diamanten loslassen – die Oktober-Geschichte

1. Oktober 2012

Wenn der Sommer sich dem Ende neigt, beginnt für manche Mutter ein schmerzliches und zugleich freudiges Ereignis – die Kinder gehen aus dem Haus – zum Studium, in die Ausbildung, ins soziale Jahr. Einerseits stolz auf die jungen, selbstständigen Erwachsenen, andererseits betrübt über die zu Ende gegangene Kinderzeit. Jetzt ist es wichtig, einen guten Abschied zu nehmen, selbst neue Ideen zu verwirklichen und mit dem Partner in eine neue Phase einzutauchen. Viele Frauen fallen jetzt in ein tiefes Loch. Coaching bietet wertvolle Unterstützung und Neuorientierung. Und passend zum Thema meine Oktober-Geschichte.

Der Diamant

Ein weiser Mann hatte den Rand seines Dorfes erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und sage: „Der Stein! Der Stein! Gib mir den kostbaren Stein!“

„Welchen Stein?“ frage der weise Mann.

„Letzte Nach erschien mir Gott Shiwa im Traum“, berichtete der Dörfler, „und sage mir, ich würde bei Einbruch der Dunkelheit am Dorfrand einen weisen Mann finden, der mir einen kostbaren Stein geben würde, so dass ich für immer reich wäre.“

Der weise Mann durchwühle seinen Sack und zog einen Stein heraus.

„Wahrscheinlich meinte er diesen hier“, sagte er, als er  dem Dörfler den Stein gab. „Ich fand ihn vor einigen Tagen auf einem Waldweg. Du kannst ihn natürlich haben.“

Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant und sogar ziemlich groß. Er nahm den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen.

Am nächsten Tag weckte er den weisen Mann bei Anbruch der Dämmerung und sage: „Gib mir den Reichtum, der es dir ermöglicht, diesen Diamanten so leichten Herzens wegzugeben.“

Meinem Diamanten wünsche ich von Herzen alles Liebe in Berlin.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben