Im Oktober einfach mal ans Meer fahren

21. Oktober 2013

Liebe Leser,

wie schwierig es heutzutage sein kann, ein paar Stunden oder gar einen
ganzen Tag für sich zu finden, um unseren übervollen, hektischen Alltag
außer Kraft zu setzen, weiß jeder.

Wir leben in einer Zeit, in der man sich schnell übernimmt und noch
schneller verliert, weil ein Termin den nächsten jagt, weil wir für alle
da sein wollen und unsere kilometerlangen Listen abarbeiten müssen.

Selten genug hören wir auf unsere innere Stimme und nehmen uns Zeit
für uns selbst.

In Momenten, in denen wir den Überblick über das Ganze zu verlieren
drohen, in denen das Wesentliche zurücktritt hinter dem Banalen und
wir uns nicht mehr spüren, hilft nur eins: alles stehen und liegen lassen
und wieder zu sich selbst finden.

Ich kann das am besten am Meer. Hotelbar "Weitblick" Kurhaus Ahrenshoop

Und mache es viel zu selten. Auch wenn es von Frankfurt ziemlich weit ist und ich lieber die Wärme des Südens genieße, fühlte ich seit langem eine innere Unruhe. Ich muss das Meer sehen, mit den Füßen den Sand berühren, den salzigen Duft einatmen, den Kragen gegen den Wind hochstellen, den Blick auf den unendlichen Horizont richten oder nach unten auf der Suche nach Muscheln oder den seltsamen Dingen, die das Meer anschwemmt. Über mir die Möven und den Klang der Wellen in meinen Ohren. Vier Tage entspannen, den Blick schärfen und den Kopf frei bekommen. Mir ist es gelungen. Auf dem Darß in Ahrenshoop, einem kleinen Künstlerörtchen mit kilometer langem Strand. Und wer die Sehnsucht noch nicht gleich leben kann, dem empfehle ich dieses Buch. Aber Vorsicht: Die Sehnsucht kommt wieder 🙂

In ihrem Buch zeigt uns Rosalie
Tavernier mit vielen kleinen Anregungen,
daß es möglich ist, sich
diese unendlich wichtigen Freiräume
für die Seele zu schaff en. Daß man
durchaus in der Lage ist, dem „ganz
normalen Wahnsinn“ Einhalt zu
gebieten. Und welche Dinge uns
wirklich Kraft schenken.
Manchmal muß man einfach nur ans
Meer fahren, um glücklich zu sein.
Manchmal muß man einfach nur ein
Buch lesen, um Zeit zu haben.

Manchmal muß man einfach mal nichts tun, damit etwas Neues entstehen
kann. Und manchmal brauchen wir einfach nur jemanden, der uns daran
erinnert.

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