Glück im Leben oder ein glückliches Leben

27. Januar 2010

Vieler meiner Klientinnen kommen zum kostenlosen Erstgespräch und haben den Wunsch nach einem glücklicheren Leben.
Warum strebt der Mensch ständig nach Glück und sieht womöglich sogar den Sinn seines Lebens im permanenten Glück? Wenn meine Tochter morgens in die Schule geht und eine Mathe-Klausur schreibt, dann wünsche ich ihr lieber viel Erfolg, gute Konzentration, funkenreiche Ideen und anderes mehr. Glück ist für mich wie ein Lotteriespiel. Das Glück hängt nicht von meiner eigenen Leistung ab. Es kann mich auf meinem Weg begleiten, mich bescheinen und sich über mich ergießen, mir Situationen einfacher machen, die ich nicht selbst beeinflussen kann. Kenne ich jeodch meinen Weg, dann kann ich mich auf mich verlassen, meine Stärken und Talente gezielt einsetzen, dann bin ich nicht vom Glück abhängig. Manchmal glaube ich, das Glück spürt diese Einstellung. Denn oft kommt es gerade dann.
Meine Klientinnen fragen dann: „Ja, das verstehe ich, aber ich möchte glücklich sein, das ist doch etwas anderes.“
Die Verhaltenspsychologie gibt uns darauf eine klare Antwort: Durch die Bewältigung selbstgesetzter Herausforderungen wird ein Mensch glücklich. Menschen, die im kreativen Sinn etwas schaffen, die eine Leistung vollbringen, die ihren Neigungen entspricht, werden glücklich, das Gehirn versorgt sich mit Glückshormonen. Menschen, die jammern und die das Glück für ihren Seelenzustand und Lebensverlauf verantwortlich machen, werden unglücklich. Die positive Psychologie geht davon aus, dass wir dreimal so viel positive Emotionen wie negative brauchen. Aber es wäre falsch, die negativen auf Null zu bringen, dann stumpfen wir ab, werden naiv oder reizüberflutet.
Wahres Glück kennt auch das Unglück.
Was sind Ihre drei Glücksfaktoren? Meine Glückfaktoren sind Liebe, Bildung und Zeit. Ich freue mich auf Ihre Antworten.

3 Reaktionen zu “Glück im Leben oder ein glückliches Leben”

  1. Christinaam 28. Januar 2010 um 10:27 Uhr

    Glück – ein winziger Moment, der einen Augenblick anhalten kann oder ein ganzes Leben!

    Meine Töchter (24 und 16) sind für mich das größte Glück meines Lebens, das ich immer in mir tragen werde. Sie bereichern mein Leben immer und immer wieder.

    Momente des Schaffens, nicht das Endprodukt, sondern der Weg dorthin.

    Die Momente mit den wenigen Vertrauten, welche ich habe. Die für mich mehr sind als ein „Freund“, sondern Weggefährten.

    Zu sein wer ich bin, mit all meinen Schwächen und Stärken, mit all meinen Verlusten und Gewinnen, mit meinen Ängsten, welche doch so sehr meine Stärken sind.

    Glück bedeutet nicht erfolgreich zu sein, Glück bedeutet Momente genießen zu können, sie aufzusaugen, in sich zu tragen und zurückblicken zu können auf ein facettenreiches buntes Leben.

    Und Glück bedeutet den Menschen zu helfen, welchen es nicht so gut geht wie einem selbst. Etwas von dem abzugeben was man geben kann und somit Glück weiterzugeben, zu teilen.

    Danke für diesen Gedankenanstoß, liebe Andrea!

    Christina

  2. Petraam 28. Januar 2010 um 10:55 Uhr

    Liebe Andrea, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Blog.

    Das ist eine schöne Frage: Die 3 Glücksfaktoren. Das erinnert mich sofort an Herzens-Werte. Welche sind mir wichtig, frage ich meine Klientinnen. Wann sind sie erfüllt? Wie spüren Sie das?

    Meine Herzens-Werte sind die Zweisamkeit mit meinem Mann, Lernen und Schreiben. Und noch ein vierter: Die Natur und die Bewegung. Da bin ich täglich anzutreffen.
    In Hongkong habe ich meine Liebe zum Schreiben entdeckt und seitdem gibt es meinen Lebenstempo-Blog.

    Liebe Blog-Kollegin weiter so!
    Herzlicher Gruß. Petra

  3. Andreasam 29. Januar 2010 um 23:50 Uhr

    die Seite ist toll, total autentisch (schreibt man das so?)
    viel besser als die Darstellung bisher.

    gefällt mir sehr gut

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